Montag, 5. Dezember 2011

Anlagevergleich

Fast 12 Monate sind nun meine ersten richtigen Börsenerfahrungen alt,
mein Lehrgeld kostete mich ca. 8000,- Euro.

Der Anlagevergleich zwischen der Entwicklung DAX/ETF
und auch die Dividendenstrategie haben keinerlei Erfolg-bei fallenden Kursen,
weg damit, alles Blödsinn.
Analysten und Chartechniker sind auch nur Doesbaddel.

Ab sofort keine Zockereinen mehr,
bei der COBA habe ich einen 15% TrailingStop-Loss gesetzt,
wenn weg dann weg, in 10 Jahren schaue ich mir dieses Papier evtl.
noch einmal an.

Die anderen 5 Titel habe ich noch einmal durchgerechnet,
alles grün.... so wird es gelingen, vielen Dank Herr Graham.

Kommentare:

  1. Hey, was sind denn bitte 12 Monate? Gerade was die Dividendenstrategie angeht sollte doch klar sein, dass diese nur über die lange Frist ihre eigentlich Wirkung erzielen kann, eben dann wenn Dividenden wieder angelegt werden etc. pp. Zinsezins und Co ;)
    Ich tue mich mit solchen Einschätzungen aber auch schwer, hast Du Deine Unternehmen vor dem Verkauf noch einmal fundamental untersucht?

    Viel Erfolg fürs nächste Jahr!

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  2. 12Monate sind nichts, da gebe ich dir recht. Doch Werte nach Dividenden-Prozente zu kaufen macht auch keinen Sinn.
    Ich will das der Firmenwert durch Wachstum steigt, wer viel Ausschüttet dem fehlt das Kapital um zu expandieren.
    Die Dividentitel sind meist Marktführer denen es schwer fehlt noch weiter zu wachsen.

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  3. Hallo Setzer,
    ich würde auch der Constantine zustimmen, dass 1 Jahr überhaupt nichts aussagt. Ob du nach einem Jahr besser oder schlechter liegst als Index ist nicht relevant, sondern die langfristige Entwicklung.

    Ich habe aber nicht verstanden worauf sich „weg damit, alles Blödsinn“ bezieht. Auf Dax/ETF oder Dividendenstrategie oder deine eigene Mischung?
    Denn eigene Mischung hat am meisten verloren. Am Ende vom Post „..alles grün.... so wird es gelingen, vielen Dank Herr Graham.“ - meinst du damit deine Mischung läuft bestens?

    Dein Kommentar verunsichert mich noch mehr. Denn Graham hat Grundstein für Value-Investing gelegt, den Buffet perfektioniert hat.
    Unter anderem die Dividende spielt dabei auch eine Rolle (bei unterbewerteten Titeln ist diese überdurchschnittlich groß). Die Aktien steigen nicht so stark wie Wachstumswerte aber langfristig in der Summe mit Dividenden liegen Value-Werte doch vorne.

    Also wie sieht deine Strategie aus, welche Konsequenzen hast du aus dem Vergleich gezogen?
    Viel Erfolg

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  4. Hallo Andi,
    ein Jahr ist ein zu kurzer Zeitraum, doch mit heutigen Wissen kann ich für mich sagen das alle erwähnten Strategien ETF oder Dividende usw. für mich ausscheiden.

    Das meine jetzige Mischung ( das Depot habe ich Anfang November umgestellt) besser läuft muss noch bewiesen werden. Alle Werte habe ich durchgerechnet und ich achte auf einen Sicherheitsabstand von mind.30%.

    Betreffend Dividende -Berkhsire z.B. zahlt keine, Buffett schreibt in seinen Essays dazu, wenn Berkshire nicht mehr besser als der Markt abschneidet würde er und Munger Dividenden zahlen.

    Grundsätzlich sollte geprüft werden woher die finanziellen Mittel für die Dividendenzahlungen kommen, jüngstes Beispiel RWE -hohe Dividende und hohe Verbindlichkeiten und nun Kapitalerhöhung erforderlich.....woher kommt das Geld für die Dividende; aus Krediten!!!
    macht keinen Sinn, oder???

    Als fairen Wert für die RWE habe ich mal 58€ gerechnet, jedoch auf die Zahlen vor dem Atomausstieg und der Kapitalerhöhung.
    Schafft der Konzern den Umstieg, wird er zukünftig sich die hohen Zahlungen leisten können...???? Keine Ahnung...also weg damit,
    durch die Dividende bzw. durch die Strategie treffe ich keine Kaufentscheidungen mehr.

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  5. Moin,

    erstmal ich bin ein "ER" ;) Hoffe Andi hatte sich nur verschrieben, als er sich auf mich bezog!? ;)

    Ich möchte nur eins sagen bzw. zum nachdenken anregen: Man muss Entscheidungen treffen,diese dann aber auch langfristig verfolgen. Wenn Du für DIch Zeit brauchst, dann ist das vollkommen in ordnung. Irgendwann nach dem Probelauf sollte man dann aber seine Strategie gefunden haben und sich voll drauf konzentrieren.

    Nur kontinuierliches arbeiten wird Erfolge bringen!

    Dir viel Erfolg!

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  6. Ergänzend:

    Ich hatte vergessen Dich daran zu erinnern, dass Du auch in einer Phase an die Börse gegangen bist, in der es definitiv keine rosigen Zeiten waren. Da nach einem Jahr abzubrechen, ist eben schwierig. Ich gehe sogar soweit und behaupte, wenn nun Dein neues Projekt an den Start geht und du kräftig einkaufst du nur positiv "runnen" wirst, einfach aufgrund der vllt. anstehenden Erholung an den Märkten (ist natürlich nicht sicher, aber viele Werte deutlich zu günstig!)

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  7. Vielleicht wäre es für dich besser als "know something"-Investor (verzeihe mir, wenn ich falsch liege) eine einfache buynhold Strategie mit den Klassikern zu verfolgen:

    P&G, J6J, McDo, Walmart, Coca Cola, Henkel, Unilever...

    Jedes Jahr Dividendenerhöhung und 10% Gewinnsteigerung machen in Summe - nach ca 10-15 Jahren - ebenfalls gute 15% an Dividendenausschüttung auf das einst eingesetzte Kapital!

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  8. Hallo Constantine,
    ich biete vielmals um Entschuldigung. Ich habe mich nicht verschrieben. Das „e“ am Ende hat mich denken lassen dass du nicht ein „ER“ ist.
    Die deutsche Version des Namens hat kein e am Ende, auch der römische Kaiser hat die deutsche Version gewählt ;-). Deine Eltern wählten die englische Variante. Ok.
    Nun habe ich nachgeforscht – es gibt offensichtlich so einen Mädchennamen nicht. Für mich wäre das die logische Ableitung wie Christiane, Josephine etc. Sorry.

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  9. Hallo Setzer,
    du hast Recht, dass die Dividendenrendite allein, nichts über die Perspektive eines Unternehmens aussagt.
    Entweder ist diese aus dem Vorjahr, also die zuletzt ausbezahlte, und wenn dem Unternehmen plötzlich schlecht geht und der Aktienkurs einbricht, ist diese unrealistisch hoch, ist aber nicht mehr aktuell.
    Oder auch wurde diese für das aktuelle Jahr geschätzt(!), und inzwischen wissen viele was man von den Schätzungen der Analysten halten soll.
    Ich bleibe jedoch bei meiner Aussage, dass bei unterbewerteten Unternehmen die Dividendenrendite überdurchschnittlich hoch ist. Und demnach erwischst du mit der Dividendenstrategie viele unterbewertete Werte. Also langfristig wirst du den Markt schlagen, was auch die Studien nachweisen.
    Allerdings bin ich auch nicht ein Verfechter der Dividendenstrategie.

    Zu deiner RWE-Schilderung würde ich nur sagen, es könnte Sinn machen bei temporären Schwierigkeiten über Kredite die Aktionäre bei Laune zu halten. Denn RWE sowie viele Versorger sind oder waren Gelddruckmaschinen, da Oligopol. D.h. wenn sie etwas besser wirtschaften, können sie sich kaum vor Gewinnen retten.

    Meine Befürchtung ist eben, dass du den gleichen Fehler zum zweiten Mal begehst.
    Oder hast du deine Auswahl im Frühjahr 2011 nach anderen Kriterien zusammengestellt als im November?
    PS: Was für einen Sicherheitsabstand(30%) meinst du?

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  10. @Constantine
    Es ist weniger wichtig, ob man nach einem Jahr Gewinne oder Verluste eingefahren hat. Die wichtigere Frage ist, habe ich in dieser Periode den Markt geschlagen bzw. noch viel wichtiger - werde ich langfristig gesehen damit den Markt schlagen.
    D.h. wenn der Markt 16% verloren hat und deine Mischung 30%, dann hast du definitiv etwas falsch gemacht. Aber wenn du in der gleichen Periode nur 8% verloren hast, das ist toll, obwohl an sich gesehen der Minus eben nichts tolles ist.
    Oder umgekehrt wenn der Markt nach 7 Jahren 100% zugelegt hat und dein Depot nur 80%, gibt es keinen Grund zur Freude, denn deine Arbeit war kontraproduktiv – könntest den Markt kaufen und hättest besser abgeschnitten. Einverstanden?

    Auch mit dem besten Depot wirst du auch mal schlechter als der Markt abschneiden. D.h. in dieser Hinsicht sind 12 Monate überhaupt nichts sagend!

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